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Stolpersteinverlegung in Zuffenhausen am 17. Mai 2014

Mahnmal fürf die Opfer des Strafbatallions 999 in Stetten.

Am Samstag, den 17. Mai, um 13:30 Uhr findet in der Kirchtalstraße 6 die nächste Stolpersteinverlegung für den Zuffenhäuser Julius Noppel statt, der im berüchtigten Strafbattallion 999 umkam, weil er Kommunist war.

 

Julius Noppel, der als Gipser in Zuffenhausen lebte war Mitglied der KPD. Leider liegen über ihn nur wenige Informationen vor. Er wurde von den Nazis verhaftet und in eine Strafkompanie, wahrscheinlich Strafkompanie 999, gesteckt. Strafkompanien waren Todeskommandos. Nur wenige überlebten. Sie mussten die gefährlichsten Aufgaben übernehmen wie Minen räumen, Schützengräben ausheben, Kampf gegen Partisanen. Ihr Einsatz erfolgte an besonders gefährlichen Frontabschnitten. Julius Noppel fiel am 18.7.43 bei Charkow in der UdSSR.

Während des 2.Weltkriegs genügten kleine Verfeh- lungen, um wegen Hochverrats oder Feigheit vor dem Feind angeklagt zu werden, in der Regel gefolgt von einem schnell vollzogenen Todesurteil. Doch als der Russland-Feldzug ins Stocken kam, benöti- gte die Wehrmacht jeden gesunden Mann, weshalb das Strafbataillon 999 ins Leben gerufen wurde, wo wegen geringer Verbrechen vorbestrafte Männer, Kommunisten oder Deserteure versammelt wurden, die zu sogenannten „Himmelsfahrtkommandos“ ins Feld geschickt wurden.