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Grundwerte von „damals“ auch heute aktuell SPD Zuffenhausen und Rot feiern Doppeljubiläum

Bei der Maifeier der SPD Zuffenhausen. Fotos: Privat

Der Weg zur SPD ins Waldheim Zuffenhausen lohnte sich in diesem Jahr am 1. Mai gleich dreifach: Neben der traditionellen Maifeier hatten die Sozialdemokraten gleich doppelten Grund zum Feiern: Der Ortsverein Zuffenhausen feierte sein 125-jähriges Bestehen, die Roter SPD beging ihren 60. Geburtstag.
Politisch, unterhaltsam und historisch: So präsentierte sich die SPD Zuffenhausen und Rot am 1. Mai, die anlässlich des Doppeljubiläums einen ganz besonderen Tag der Arbeit beging. Nachdem die Vorsitzenden der Ortsvereine Zuffenhausen und Rot, Hans-Georg Kerler und Tobias Haubensak die zahlreichen Gäste begrüßten, begannen der frühere Zuffenhäuser Bezirksvorsteher Wolfgang Meyle den Reigen der Redner. Er verwies auf die gute Zusammenarbeit im Bezirksbeirat und würzte seine Rede mit historischen Bezügen. Humorvoll kommentierte er den Wandel lokalpolitischer Wertungen, etwa bei der B10/27, die einst als Lösung Zuffenhäuser Verkehrprobleme galt, heute aber eher als deren Ursache betrachtet wird.
SPD-Kreisvorsitzender Dejan Perc betonte die Forderungen der Arbeitnehmer am 1. Mai für „gerechten Lohn in einem sozialen Europa“. Die SPD setze das in der Großen Koalition um mit dem Mindestlohn von 8.50 € und Verbesserungen bei der Rente. Auf die aktuellen Ereignisse in der Ukraine bezogen, forderte Perc forderte die EU auf, alles zu tun, um den Konflikt zu befrieden: „Lieber 100 Stunden verhandeln als eine Minute schießen.“

 

Wolfgang Meyle

Wolfgang Meyle

Nachdem die Marbacher Songgruppe mit politischen Liedern den Charakter der Feier unterstrichen hatte und gemeinsam mit Querbeet und dem deutsch-russischen Kulturverein Kolobok für die Unterhaltung sorgten, hielt Martin Körner, die Festrede zur Entwicklung der SPD im Stadtbezirk. Dabei wies der SPD-Spitzenkandidat bei der Gemeinderatswahl auf  auf wichtige Ereignisse und bedeutende Politiker hin, so auf den Gründer, den Bildhauer Karl Diemer, und den Stadtrat, Landtagsabgeordneten und Bezirksvorsteher Emil Schuler. „Er hat den Wiederaufbau nach dem Krieg, besonders den Wohnungsbau in Rot vorangetrieben. Er hat es verdient, dass der Platz vor dem Bezirksrathaus, das er damals eingeweiht hat, nach ihm benannt wurde.“ Grundlage seiner Festrede war die druckfrische Chronik: Auf 112 Seiten wird die Geschichte der beiden Ortsvereine  Zuffenhausen und Rot beleuchtet – von den Anfängen über die Schreckensherrschaft der Nazis bis hin zur heutigen Zeit.
Ein weiterer Höhepunkt war die politische Talkrunde mit Bundestagsabgeordnete Ute Vogt, Dejan Perc, Kandidat bei der Regionalwahl, Nicolas Schäfstoß, Udo Lutz und Tobias Haubensak, beide Kandidaten bei der Gemeinderatswahl. Auf die Fragen der beiden Moderatoren Lucia Ströbele und Alexander Mak zum Thema „Grundwerte der SPD und Zukunftsperspektiven“ erhielten die Zuhörer prägnante Antworten. Besonders nachdrücklich setzten sich die Teilnehmer für die Gleichberechtigung der Frauen ein: „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“. Sie forderten Solidarität ein, indem alle gleiche Bildungschancen erhalten – als Voraussetzung für berufliches Fortkommen und ein erfülltes Leben.

 

Ehrung von Ariane Bergerhoff (Stadträtin) durch A. Mak und T. Haubensak.

Ehrung von Ariane Bergerhoff (Stadträtin) durch A. Mak und T. Haubensak.

Zum Schluss ehrten die Roter Sozialdemokraten ihr langjähriges Bezirksbeiratsmitglied Dieter Kupsch für seinen unermüdlichen Einsatz zum Wohl Zuffenhausens und Rots mit der Willy-Brandt-Medaille. Sie ist die höchste Auszeichnung, welche die SPD an ihre Mitglieder vergibt.
Ariane Bergerhoff wurde dafür geehrt, dass sie zehn Jahre die Interessen des Stadtbezirks engagiert im Stuttgarter Gemeinderat vertreten hat.