Stuttgart-Rot

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Historie

Ältere Geschichte 

Bandkeramiker, Kelten und Römer 

Stuttgart-Rot ist eine relativ junge Gemeinde. Als „Geburtsjahr“ gilt 1928. Entscheidende Impulse für die Entstehung der Gemeinde Rot gab das Jahr 1931, denn am 1. April 1931 erfolgte die Eingemeindung der bis dato selbstständigen Stadt Zuffenhausen (Stadterhebung am 23. April 1907 durch König Wilhelm II, erster Bürgermeister Max Gutenkunst, gest. 1933) nach Stuttgart.


 

Erste Bauphase 
Der Malberg 
Fragt man nach der ersten planmäßigen Bebauung größeren Ausmaßes, so stößt man zunächst auf ein mit dem Flurnamen Malberg bezeichnetes Gebiet. Die Bebauung dieses ehemaligen Muschelkalk-Steinbruchgeländes beginnt 1928 mit der Errichtung von vier jeweils dreigeschossigen Gebäuden mit zusammen 24 Wohnungen.


 

Zweite Bauphase 
Alte Rotwegsiedlung 
Die Errichtung der alten Rotwegsiedlung erfolgte in den Jahren 1938 bis 1940. Sie stellt die zweite Phase der Bebauung des späteren Stadtteiles Rot dar.


 

Dritte Bauphase 
Der Rotweg ab 1949 
Das Jahr 1949 markiert den Beginn der dritten Phase der Bebauung des heutigen Stadtteiles Rot. In ihrem Verlauf hat der Stadtteil seine ihn prägende Gestalt erhalten. Noch im Dezember desselben Jahres konnte der erste der für Rot typisch gewordenen Wohnblocks bezogen werden. Wie kam es zu dieser Entwicklung?


 

Zahlen und Fakten 
zum Stadtteil Stuttgart-Rot 
Hier finden Sie einige allgemeine Daten zum Stadtteil Stuttgart-Rot:


 

Zeittafel 
3000 v. Chr. bis heute 

  • 3000 v. Chr.
Bandkeramiker siedeln auf Roter Gemarkung
  • 400 – 200 v. Chr.
Spuren der Kelten
  • 100 v. bis 280 n. Chr.
Spuren der Römer
  • 1936-1940
Bau der Grenadierkaserne, abgerissen im Jahr 2000
  • ab 1942
Errichtung des Barackenlagers auf der Schlotwiese für Fremdarbeiter
  • 1945, 7. Juli
Amerikanische Truppen zogen in Zuffenhausen ein
  • ab 1945
Barackenlager auf der Schlotwiese wird mit vertriebenen
Volksdeutschen belegt
  • 1945
Gründung des Fußballclub FC Batschka auf der Schlotwiese
  • 1948, 17. November
Gründung Baugenossenschaft „Neues Heim“ auf der Schlotwiese
  • 1949
Der erste Wohnblock in Rot wird fertiggestellt
  • 1951, 30. Juli
Einweihung des Zuffenhausener Rathauses durch
OB Klett und Bezirksvorsteher Emil Schuler
  • 1954, 30. Oktober
Das Neubaugebiet Rot erhielt den Straßenbahnanschluss an
den Großraum Stuttgart.
Am „Steuer“ des damaligen 19er stand der Bezirksvorsteher
von Zuffenhausen Emil Schuler.
  • 1954
Sportverein SV-Rot, gegründet vorher auf der Schlotwiese als FC Batschka
  • 1954
Einweihung der Silcherschule mit Sonderschule und hauswirtschaftlicher Berufsschule.
  • 1956
Auferstehungskirche Rot
  • 1956
Lenauschule, heute Uhlandschule
  • 1957
Dreifaltigkeitskirche in Rot
  • 1955 – 59
Romeo und Julia, erbaut als 19- und 12-stockige Wohnbauten mit 105 und 82 Whg.
Architekten: H. Scharoun und W. Frank. Das Hochhaus Romeo wurde im August
1957 bezogen.
Das Wohnhaus Romeo galt in den Sechzigern als höchstes Wohnhochhaus in
Deutschland und gehörte zu den größten in Europa. Als die erste Wohnung im
Frühjahr 1957 zur Besichtigung eingerichtet war, standen innerhalb einer
Woche 20 000 Interessenten Schlange.
  • 1969 – 71
Terrassenhaus mit Gartenhofhäusern an der Tapachstraße mit 99 Wohnungen.
Architekten: P.Faller und H.Schröder
  • 1975, 23. September
Eröffnung des Hallenbades in den Talwiesen
  • 1977, 2. April
Städtepartnerschaft besiegelt mit La Ferte-sous-Jouarre
  • 1982, 1. Oktober
Sporthalle in den Talwiesen
  • 1985, 23. Juli
Die Heimatlichtspiele in Rot werden geschlossen, das letzte Kino in Stadtbezirk
  • 1990
Die amerikanischen Streitkräfte verlassen Rot. Die Flandernkaserne und die
Grenadierkaserne werden nicht mehr benutzt.
  • 2000
Abriss der Grenadierkaserne
  • 2001
Spatenstich Wohngebiet Tapachstraße
  • 2001
Spatenstich Wohngebiet „Im Raiser“

Quelle: www.stuttgart-rot.de, eine private, nichtkommerzielle und unabhängige Internetpräsentation.


 

Daten zur Geschichte Zuffenhausens 
Untertitel des Artikels 
Der Namen Zuffenhausen stammt wahrscheinlich von einem angesehenen alemannischen Ansiedler, einem Adligen namens „Uffo“ oder „Offo“ ab und bedeutet eigentlich bei den Häusern des „Uffo“ bzw. „Offo“. Er kann aber wegen der freien geografischen Lage auch von „Offenhausen“ herkommend gedeutet werden.


 

Neuere Geschichte 
Von 1928 bis heute 
Während viele Gemeinden in Baden-Württemberg ihre 800er oder gar 1200er Jahrfeier feiern können, ist Stuttgart-Rot eine sehr junge Gemeinde. Der Autor hält das Jahr 1928 für das „Geburtsjahr“ der Gemeinde Stuttgart-Rot. Entscheidende Impulse für die Entstehung der Gemeinde Rot gab das Jahr 1931. Am 1. April 1931 erfolgte die Eingemeindung der selbstständigen Stadt Zuffenhausen (Stadterhebung am 23. April 1907 durch König Wilhelm II, erster Bürgermeister Max Gutenkunst, gest. 1933) nach Stuttgart.